Vögel am Futterplatz 2019

Meine ganzjährige Vogelfütterung geht ins zweite Jahr. Hier halte ich wieder alle Vogelarten fest, die sich am Futterplatz blicken lassen: Dauergäste, Gelegenheitsarten und Ausnahmeerscheinungen. Der Jahresverlauf zeigt die unterschiedliche Nutzung meiner Vogelfütterung durch Wildvögel.

Hier findest alle Jahresverläufe der Vögel am Futterplatz 2018.

Alle Vogelarten am Futterplatz im Jahresverlauf 2019

Hier findest du die Übersicht über Vogelsichtungen am Futterplatz im Verlauf des Jahres. Die regelmäßigen Besucher kommen mehrmals. Seltene Besucher schauen mehrmals im Monat vorbei.

Mit Stern* gekennzeichnete Vogelarten habe ich lediglich ein-, maximal zweimal am Futterplatz gesichtet. In Klammer steht die Anzahl maximal gleichzeitig gesichteter Individuen.

Die Tabelle kann über das Eingabefeld nach einer gewünschten Vogelart oder Gruppe (z.B. Meisen, Sperlinge) gefiltert werden.

Monatregelmäßige Besucherseltene Besucher
01
Januar
Amseln (7), Blaumeisen (10), Erlenzeisige (>70), Gimpel (Dompfaffen, 2), Grünlinge (1), Kernbeißer (7), Kleiber (1), Kohlmeisen (12), Rotkehlchen (1), Sumpfmeisen (2), Tannenmeisen (4)

nur Garten­futterstationen:
Eichelhäher (1), Bergfinken (9), Buchfinken (18), Elstern (6), Schwanzmeisen (9), Zaunkönige (1)
nur Garten­futterstationen: Ringeltauben (3), Stieglitze (Distelfinken) (1)

Jagd auf Gartenvögel:
Baumfalke* (1)
02
Februar
Amseln (5), Blaumeisen (5), Birkenzeisige (1), Eichelhäher (1), Erlenzeisige (>100 bis 14.2., dann 10 Standort­vögel, ab 22. neuer Schwarm mit etwa 50 Vögeln), Gimpel (Dompfaffen, 2), Grünlinge (1), Kernbeißer (10), Kleiber (1), Kohlmeisen (6), Rotkehlchen (2), Sumpfmeisen (2), Tannenmeisen (3)

nur Garten­futterstationen:
Bergfinken (3), Buchfinken (4), Elstern (1), Schwanzmeisen (5), Zaunkönige (1)

erster Star gesichtet am 27.2.
nur Garten­futterstationen: Grünspechte (1), Ringeltauben (2)

Jagd auf Gartenvögel:
Baumfalke* (1)
03
März
Amseln (5), Blaumeisen (3), Eichelhäher (1), Erlenzeisige (>500, s.u.), Gimpel (Dompfaffen, 2), Haussperlinge (Spatzen, 2), Kernbeißer (10), Kleiber (2), Kohlmeisen (5), Rotkehlchen (2), Stare (2), Stieglitze (Distelfinken, 3), Sumpfmeisen (2)

nur Garten­futterstationen
Bergfinken (6), Buchfinken (6), Grünlinge (4), Heckenbraunellen (1, zuerst am 19.3.), Ringeltaube (2), Schwanzmeisen (2), Zaunkönige (1)

Erlenzeisige im Schwarm
etwa 10 Standortvögel;
ab. 9. März schnell anwachsender Schwarm mit am 11. März mehr als 500 Vögeln: Alle Gartenstationen mit etwa 3kg Futter sind bis zu Abend leer gefressen - kein Nachlegen über Nacht: am Folgetag verbleiben etwa 80 Vögel, Fütterung wird wieder aufgenommen;

bis 19. März langsame Zunahme des Schwarms auf etwa 150 Tiere, durch Futterbegrenzung und wärmeres Wetter gelingt eine Verminderung auf etwa 30 Vögel und 2 Tage später verbleiben nur noch die Standortvögel.

ab 26. März bei schlechtem Wetter mit Schneeregen erneuter Schwarm mit um 50 Vögeln. Auch Futterbegrenzung führt zu keiner spürbaren Reduktion, scheinbar fehlt warmes Weiterreisewetter, Abschied des Schwarms erst am 29.3. beim Sonnenschein und über 10°C
nur Garten­futterstationen:
Bachstelzen* (2, zuerst am 23.3.) Birkenzeisige (1), Elstern* (1), Goldammern* (1), Rabenkrähen* (1), Singdrosseln (2, zuerst am 19.3.), Wacholderdrosseln (1, zuerst am 21.3.)
04
April
Amseln (4), Blaumeisen (4), Buntspecht (1), Eichelhäher (1), Erlenzeisige (12), Gimpel (Dompfaffen, 2), Haussperlinge (Spatzen, 2), Kernbeißer (10), Kleiber (2), Kohlmeisen (5), Rotkehlchen (2), Stare (2), Stieglitze (Distelfinken, 2), Sumpfmeisen (2)

nur Garten­futterstationen
Bergfinken (8), Buchfinken (6), Grünlinge (4), Ringeltaube (2), Schwanzmeisen (2), Singdrosseln (1), Wacholderdrosseln (2)
Feldsperlinge* (2)

nur Garten­futterstationen:
Gebirgsstelze* (1, 9.4.), Girlitz* (1), Zilpzalp* (1)
05
Mai
(a/j): a = erwachsen, j = Nachwuchs

Amseln (5/2), Blaumeisen (4), Buchfinken (2), Buntspechte (2), Erlenzeisige (1/5), Feldsperlinge (4/5), Haussperlinge (Spatzen, 2), Kernbeißer (3), Kleiber (2), Kohlmeisen (10), Rotkehlchen (1), Stare (6/8), Sumpfmeisen (2)

nur Garten­futterstationen
Bergfinken (2, zuletzt am 2.5.), Grünlinge (2/6), Ringeltaube (2), Singdrosseln (1), Wacholderdrosseln (4/2)
Tannenmeisen (2)

nur Garten­futterstationen:
Heckenbraunellen (1)

Januar: die üblichen Verdächtigen

Das Jahr fängt Dienstag früh mit Blaumeise, Kohlmeise, Tannenmeise und Sumpfmeise an. Kurz darauf treffen Kleiber, Kernbeißer und Erlenzeisig auf dem Fensterbrett ein.

Zur Begrüßung des neuen Jahres und um den Silvesterstress vergessen zu machen, ist der Futterplatz reich gedeckt: Haselnüsse, Walnüsse, Cashewkerne, Paranüsse, Pecannüsse, Erdnüsse, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne je mit und ohne Schale, Hanf, Distelsamen, Mehlwürmer und Rinderhack – beides getrocknet, Rosinen, ganze Kokosnuss und Fettfutter stehen zur Auswahl. Die Vögel danken es mit großem Appetit. Ab 8:30 Uhr herrscht Hochbetrieb vorm Fenster und auch an den Futterstellen im Garten. Ende Januar fängt das Frühstück bereits kurz vor 8 Uhr an.

Am 23. Januar treffen die ersten Bergfinken ein. Die habe ich schon letzten Winter bewundert und auf ein Wiedersehen gehofft. Bei tagelang liegen bleibendem Schnee fressen sie gierig gemeinsam mit einer Großschar Buchfinken.

Auch die Erlenzeisige werden im Garten und vor dem Fenster täglich mehr. In der letzten Januarwoche sind es dann über 70 Vögel mit immer noch steigender Tendenz.

Nachdem ein Jahr lang nur männliche Amseln den Futterplatz vorm Fensterbrett genutzt haben, sind nun auch die Weibchen regelmäßig hier oben. Dass hier im Gegensatz zum Garten die Rosinen mehrmals täglich nachwachsen, wollen sie sich wohl nicht entgehen lassen: Alle Amseln sind völlig verrückt nach Rosinen.

Februar: Erste Wärmeperiode sorgt für Abwechslung

Der Erlenzeisigschwarm fasst inzwischen über 100 Tiere. Vereinzelt haben sich Birkenzeisige zu dem Schwarm gesellt.

Mit dem ersten warmen Tag und Temperaturen über 8°C am 14. Februar (Valentinstag) verlässt uns der Zeisigschwarm nach ausgiebigem Frühstück so plötzlich wie er gekommen war. Allerdings danken die Vögel ihre Verköstigung der vergangenen Wochen noch mit einem schmetternden Schwarmgesang in voller Sonne in der hohen Krone des nahe stehenden Ahorns.
20 Kilo Sonnenblumenkerne und vier Kilo Erdnussbruch für 3 Wochen gehen wohl auf die Versogung der Zeisige. Alle anderen Vögel zusammen haben in der Zeit drei bis vier Kilo verbraucht.
Zurück bleiben knapp 10 Erlenzeisige. Ohne die Zeisige herrscht eine ungewohnte Ruhe im Garten.

Die warmen Temperaturen animieren nun auch alle anderen Vögel zu ausgiebigeren Gesängen: Amseln und Kohlmeisen geben Mitte Februar erste Gesangsproben zum Besten. Auch erste Verfolgungsjagden gibt es.
Bergfinken und Buchfinken tummeln sich immer noch an den Bodenfutterstellen.

Am 22. Februar erklingt erneut ein Schwarmgesang von Erlenzeisigen aus dem hohen Ahorn: Es neuer Trupp von etwa 20 Vögeln gesellt sich zu unseren 10 Standortzeisigen. Auch Bergfinken sind immer noch vereinzelt an den Futterstellen.